Ein Star des Backgammon: Bob Wachtel
Für Bob Wachtel, der heute als einer der Besten der Branche gilt, schien es zunächst ein anderes Spiel zu geben: Als Kind brachte ihm sein Vater, der als Chemiker in der Forschung tätig war, Schach bei. Mit Erfolg, denn Wachtel wurde mit 16 Jahren Schachmeister, dann zweimal. Dann begann Wachtel Chemie zu studieren, das Schachspiel rückte zeitweise in den Hintergrund. Danach entdeckte Bob Wachtel plötzlich im Toronto Schach-Klub Backgammon für sich und begann bald, als Profi von Backgammon zu leben. Wachtel findet Backgammon einzigartig, “…weil es eine Kombination aus zwei bestimmten Fertigkeiten erfordert. Um gut Backgammon spielen zu können, muss ein Spieler ein großes Talent in Sachen Muster-Erkennung mitbringen, ähnlich dem Positionsgefühl der Top-Schachspieler.
Ebenso wichtig ist seine Fähigkeit, Risiken und Chancen abschätzen zu können, also mit Wahrscheinlichkeiten umzugehen, Talente, welche wir eher mit professionellen Buchmachern und Sportwettern verbinden. Mit Hilfe seiner positionellen Intuition sucht der Backgammon-Experte zunächst nach Zügen, die ihm strukturell begehrenswert erscheinen. Daraufhin werden diese Züge mit Hilfe von Wahrscheinlichkeits-Kalkulationen geprüft, um schließlich den Zug zu finden, der die besten Chancen verspricht, um die strategischen Ziele zu erreichen.” Nach sehr erfolgreichen Jahren als Backgammon-Profi in Kalifornien entschloss Wachtel sich zu einer radikalen Veränderung und handelte an der Börse von Philadelphia mit Aktienoptionen.
In den 90er Jahren stand dann wieder Backgammon im Vordergrund. Aktuell verkündet Wachtel: “Ich habe vor, weiter in Sachen Backgammon durch die Welt zu reisen. In Kürze werde ich die Arbeit an meinem nächsten Buch beginnen: “The Virtues Of Gambling” (Die Tugend des Spielens).”
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